Ein Tarnnetz nimmt einer Fläche die Form. Unsichtbar wird damit niemand. Es geht darum, die geraden Kanten und den einheitlichen Farbton zu brechen, an denen ein Auge Dinge erkennt. Über ein Fahrzeug, ein Zelt, einen Ansitz oder eine Stellung gezogen, verschwindet der Umriss in der Umgebung, und genau der Umriss ist es, der auffällt.

Wie Tarnung wirklich funktioniert

Erkannt wird das Zusammenspiel aus Umriss, Schatten und Glanz. Die Farbe allein leistet dabei weniger, als die meisten annehmen. Ein Netz arbeitet an allen dreien: die aufgesetzten Streifen lösen die Kante auf, die Struktur wirft unregelmässige Schatten statt einer glatten Fläche, und die matte Oberfläche nimmt den Glanz von Lack, Glas und Metall. Deshalb bringt ein Netz, das über etwas gespannt statt darauf gelegt wird, deutlich mehr: der Abstand erzeugt Tiefe und lässt das Licht durch.

Bauarten

  • Lasergeschnittene Netze. Die Streifen werden aus einer Bahn geschnitten, die Kanten fransen nicht aus. Das ergibt eine klare Form und eine lange Haltbarkeit. Im Sortiment findest du ein solches Netz von MIL-TEC aus Nylon, 1,45 auf 3 Meter gross und mit Metallösen zum Befestigen.
  • Geknüpfte Netze mit aufgenähten Streifen. Die klassische Bauart, meist schwerer und voluminöser, dafür mit mehr Tiefenwirkung.
  • Leichte Netze. Dünnes Trägergewebe für alles, was getragen werden muss. Sie packen klein, halten dafür weniger aus.

Welche Grösse für was?

Die Faustregel lautet: das Netz muss deutlich grösser sein als das, was es verbergen soll, weil es über die Kanten hinaus abfallen und den Übergang zum Boden verwischen muss. Für einen Ansitz oder einen Beobachtungsplatz für eine Person reicht eine kleine Bahn, für ein Zelt oder einen Lagerplatz braucht es ein Vielfaches, und für ein Fahrzeug ist ein Netz nötig, das bis auf den Boden reicht. Wer unsicher ist, nimmt die grössere Bahn: überschüssiges Netz lässt sich raffen, fehlendes nicht strecken.

Farbe und Muster

Das Muster muss zur Umgebung passen, nicht zur Ausrüstung. Grüne Muster wirken in belaubtem Wald und auf Wiesen, braune und beige in Fels, Geröll und im Winterwald ohne Schnee, schwarze Netze vor dunklen Hintergründen und in Innenräumen, etwa als Sichtschutz hinter einer Fensteröffnung. Ein Netz in der falschen Jahreszeit fällt stärker auf als gar keines. Wer ganzjährig am selben Ort arbeitet, kombiniert deshalb lieber zwei Bahnen, als ein Universalmuster zu suchen.

Verspannen

Ein Netz wird an mehreren Punkten ausgespannt, nie nur an zwei. Dafür eignen sich Bäume, Stangen und Heringe, verbunden mit dünner Schnur durch die Maschen. Die Spitzen sollten unterschiedlich hoch sitzen, weil eine waagrechte Kante wieder eine gerade Linie erzeugt. Wo das Netz den Boden berührt, wird es locker aufgelegt und mit Material aus der Umgebung beschwert. Und ein Punkt, den die meisten vergessen: unter dem Netz bleibt es hell genug, dass eine Bewegung von aussen sichtbar ist. Tarnung ersetzt keine Disziplin.

Für welchen Einsatz?

  • Jagd und Ansitz. Kanzel, Schirm und Bodensitz an die Umgebung anpassen.
  • Naturbeobachtung und Fotografie. Sichtschutz, hinter dem sich stundenlang warten lässt.
  • Camp und Lagerplatz. Ausrüstung und Fahrzeug aus dem Blickfeld nehmen, auch gegen Neugier.
  • Übung und Dienst. Schnelle Tarnung für Material und Stellungen.
  • Sichtschutz zu Hause. Als Wand- oder Zaunbespannung, wo eine Fläche unauffälliger werden soll.

Warum bei SWISS OWL

SWISS OWL ist dein Schweizer Fachhändler für Krisenvorsorge und taktische Ausrüstung. Versand aus unserem Schweizer Lager, kostenloser Versand ab CHF 200. Zum Aufbau gehören Schnüre und Seile und Heringe, für das Lager selbst Schlafsäcke und Matten und Unterlagen. Wer sich selbst tarnen will, findet das bei Ghillies, Hüten und Jacken.